Mein großes Abenteuer :)


Südafrika, ein Land mit vielen verschiedenen Kulturen, Traditionen, Menschen und Landschaften. Ein Land, das sich auf der südlichen Erdhalbkugel befindet und dennoch fast in derselben Zeitzone liegt. Ein Land, in dem es wunderschöne Landschaften zu entdecken gibt und herzliche Menschen zu treffen sind. Genau dort, in der Stadt Durban, hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen meines dualen Studiums ein Auslandssemester zu verbringen und so die verschiedenen Facetten des Landes näher kennenzulernen.

Mein Auslandssemester begann mit einem langen Flug (16 Stunden), viel Gepäck und großer Vorfreude sowie Aufregung zu gleich. Die ersten Tage hatten wir Zeit, unsere neue Umgebung, in der wir für die nächsten drei Monate studieren würden, näher kennen zu lernen und uns vor allem an die klimatischen Verhältnisse zu gewöhnen. Während es in Deutschland im Februar schneite und der Winter noch lange nicht vorüber war,  genossen wir hier bei heißen Temperaturen den südafrikanischen Sommer. Schon zu Beginn meines Aufenthaltes erfuhr ich auch, dass es selbst im Winter kaum Tage unter 20 Grad gibt.

Mein erster Tag an der Durban University of Technology (DUT) war ein kleines Abenteuer. Zunächst versammelten sich die insgesamt 60 deutschen Austauschstudenten in einem kleinen Vorlesungsraum. Wir wurden dann von dem International Office, die für uns in der nächsten Zeit unsere Ansprechpartner waren, sehr herzlich Willkommen geheißen und es wurde uns ein grober Überblick über unseren Studienverlauf an der DUT gegeben. Danach bekam jeder Student seinen Plan mit den zuvor in Deutschland gewählten Kursen. Nun sollten wir zu den entsprechenden Departments gehen, um uns noch einmal offiziell in den Kursen einzuschreiben. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn die DUT ist im Vergleich zu der DHBW in Ravensburg riesig. So verbrachten alle den Vormittag damit, die richtigen Dozenten  in den richtigen Räumen zu finden. Dadurch entstand aber schon gleich die Möglichkeit, erste Kontakte mit den einheimischen Studenten zu schließen, da wir „Neulinge“ uns ziemlich oft nach dem Weg erkundigen mussten.

Alle waren sehr hilfsbereit und freundlich, schnell kamen erste Gespräche zustande.  Auch die Dozenten waren sehr aufgeschlossen und integrierten uns schnell in ihre Kurse. Nachdem wir uns überall eingeschrieben hatten und unsere Stundenpläne erhielten, war der erste Tag an der neuen Uni vorbei. Insgesamt gewöhnten wir uns sehr schnell an den neuen Ablauf, vielleicht auch deshalb, weil sich die Vorlesungen denen in Deutschland ähnelten. Wie in Deutschland ist auch in Durban der Unterricht durch eine aktive Mitarbeit geprägt. Während es anfangs noch ungewohnt war, nur in Englisch zu kommunizieren, hatte man sich spätestens nach einer Woche daran gewöhnt und es fiel mir mit der Zeit immer leichter.

Neben den Vorlesungen standen auch Hausaufgaben, Präsentationen oder Assignments, sogenannte Hausarbeiten, auf der Tagesordnung. Besonderes interessant fand ich es, wirtschaftliche Zusammenhänge an Praxisbeispielen von  Wirtschaftsunternehmen in Südafrika zu betrachten und so andere Perspektiven kennenzulernen.

Was mir immer mal wieder auffiel, war, dass die typisch deutsche Pünktlichkeit in Südafrika einen nicht so hohen Stellenwert hat. So kam der ein oder andere Student schon mal bei einer 45-minütigen Unterrichtseinheit eine halbe Stunde zu spät.

Nach den Vorlesungen nutzten wir gelegentlich den Nachmittag für einen Besuch am Strand, wo wir uns entweder in der Sonne entspannten oder z.B.  versuchten, das Surfen zu lernen. Ich brauchte mehrere Anläufe bis ich es endlich schaffte, das erste Mal auf dem Surfbrett zu stehen, wenn auch nur kurz. Es war wirklich ein tolles Gefühl und hat sehr viel Spaß gemacht.


An den Wochenenden und in der vorlesungsfreien Zeit hatten wir die Möglichkeit, Ausflüge zu machen und einige der vielen Sehenswürdigkeiten Südafrikas zu bewundern. Die Umgebung von Durban bietet wunderbare Möglichkeiten für Tagesausflüge oder Wochenendtrips. So besichtigten wir „The Valley of Thousands Hills“, wo man in einer wunderschönen Landschaft aus Bergen und Seen hervorragend wandern kann, aber auch eine Show mit traditionellen Zulu-Tänzern bewundern kann. Unvergesslich bleibt auch der Ausflug nach Orbi Gorge, eine tiefe Schlucht, wo ich einen Bungee-Sprung gewagt habe.


Ein besonderes Highlight war allerdings die 3-tägige Safari im Nambiti Game Reserve. In einem Jeep die beeindruckenden Weiten des Landes zu beobachten und Ausschau nach den wilden Tieren Südafrikas zu halten, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Tatsächlich sahen wir dabei die sogenannten „Big Five“ (Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard). Neben diesen besonders gefährlichen Tieren, konnten wir aber auch verschiedene Antilopenarten, Giraffen oder Wildschweine beobachten. Außerdem besichtigten wir noch die Drakensberge, eine der höchsten Bergketten Südafrikas, tauchten mit Haien im indischen Ozean oder verbrachten gemeinsame Abende mit den Einheimischen in Durbans Bars oder Restaurants.


Alles in allem hatte ich eine unvergessliche und ereignisreiche Zeit. Ich habe persönlich viele neue Erfahrungen gemacht, konnte einiges über Land und Leute in Südafrika erfahren und habe viele nette Menschen kennengelernt.

Für die Ermöglichung dieses Auslandsaufenthaltes möchte ich mich bei der Popken Fashion Group und der DHBW Ravensburg  herzlich bedanken.


Über die Autorin:

Hallo, ich heiße Lena de Boer, bin 20 Jahre alt und wohne in Rastede. 2014 habe ich mein Duales Studium mit dem Schwerpunkt Handel- und Vertriebsmanagement bei der Popken Fashion Group begonnen.


Liebe Grüße,

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